RS Immobilieninvest GmbH in Bergisch Gladbach

Sommer, Sonne, Starkregen. Warum viele Bauschäden erst bei schönem Wetter sichtbar werden.

Draußen Starkregen, drinnen Fragezeichen. Warum viele Bauschäden erst im Sommer sichtbar werden, was das mit falschem Lüften zu tun hat und wann es wirklich Zeit ist, genauer hinzuschauen.

Ich weiß, ich weiß. Der Titel verspricht Sonne, und draußen schüttet es seit Tagen. Willkommen in Bergisch Gladbach im Juni. Blitz, Donner, Starkregen, und irgendwo da draußen soll angeblich Sommer sein. Aber genau deshalb passt dieses Thema gerade so perfekt. Und genau jetzt ist der richtige Moment, um hier neu anzufangen.

Denn dieser erste Beitrag steht für einen kleinen Neustart.

Wer uns bisher als Immoblog kannte, hat hier vor allem Themen rund ums Kaufen und Verkaufen gefunden. Das bleibt, versprochen. Aber es kommt eine Menge dazu. René ist inzwischen zertifizierter Sachverständiger für Immobilienbewertung und Bauschäden, und das spiegelt sich ab sofort auch hier wider. Wer mehr über RS Echtwert erfahren möchte, findet dort alle Infos. Gutachten, Wertermittlung, Schimmel, Feuchtigkeitsschäden: Themen, über die viel zu selten verständlich gesprochen wird. Das ändern wir. Und weil ein Haus eben nicht nur gekauft, sondern auch finanziert und abgesichert werden will, bringt René über RS Financial alles mit, was rund um Versicherungen und Finanzierungen dazugehört. Fast dreißig Jahre Erfahrung in dem Bereich. Man könnte sagen, das war längst überfällig.

Deshalb heißt es hier auch nicht mehr Immoblog, sondern Hausgespräche. Ums große Ganze geht es hier ab sofort. Kaufen, verkaufen, bewerten, absichern. Alles, was mit dem eigenen Haus zu tun hat, verständlich erklärt, ohne dass man vorher Baufachmann sein muss. Mit einem Kaffee in der Hand und hoffentlich mit dem ein oder anderen Aha-Moment.

Und fangen wir gleich damit an.

Warum Schäden oft erst jetzt auftauchen

Die meisten Menschen denken bei Bauschäden automatisch an Winter. Kälte, Frost, Nässe, das klingt nach dem klassischen Feind des Hauses. Und stimmt auch, Frost und Feuchtigkeit hinterlassen über Herbst und Winter tatsächlich ihre Spuren. Nur eben oft unsichtbar.

Was dann im Sommer passiert, ist eigentlich ganz simpel: Man ist wieder draußen. Die Dachrinne wird gereinigt, der Garten auf Vordermann gebracht, die Terrasse geschrubbt. Und genau dabei entdeckt man Dinge, die monatelang niemandem aufgefallen sind. Ein feiner Riss an der Hauswand. Eine Verfärbung am Putz. Ein Wasserfleck im Keller.

Der Schaden ist also nicht neu. Er war nur bisher unbeobachtet. Das Haus hat die ganze Zeit geredet, man hat nur nicht hingehört.

Risse an der Fassade. Wann wird es ernst?

Kaum etwas sorgt bei Eigentümern für mehr Unruhe als ein neuer Riss an der Fassade. Und ja, der erste Impuls ist meistens: Oh Gott, was kostet mich das jetzt? Aber so weit ist es oft gar nicht.

Häuser arbeiten. Materialien dehnen sich aus und ziehen sich wieder zusammen, und feine Haarrisse gehören schlicht dazu. Das ist normal und kein Grund zur Panik.

Spannender wird es, wenn Risse breiter werden, sich verlängern oder an mehreren Stellen gleichzeitig auftauchen. Gerade auf Böden mit hohem Lehm- oder Tonanteil, wie sie hier im Bergischen durchaus vorkommen, können längere Trockenperioden zu Bewegungen im Untergrund führen. Folgt dann Starkregen, können bestehende Spannungen im Mauerwerk sichtbar werden oder Risse deutlicher in Erscheinung treten. René schaut sich solche Stellen immer sehr genau an, weil das Bild von außen selten die ganze Geschichte erzählt.

Kurz gesagt: Risse beobachten, nicht ignorieren. Aber auch nicht sofort den Teufel an die Wand malen.

Der Keller riecht komisch. Und das liegt nicht immer am Schaden.

Das ist ein echter Sommerklassiker, und ich erlebe ihn bei Besichtigungen regelmäßig selbst. Man betritt den Keller, und es riecht sofort. Der erste Gedanke: Feuchtigkeitsschaden, Schimmel, teuer. Dabei hat der Eigentümer oft nur gut gemeint und kräftig gelüftet. Es wird warm, der Keller wirkt angenehm kühl, also auf mit den Fenstern und ordentlich durchlüften. Klingt vernünftig, kann aber genau das Gegenteil bewirken.

Warme Sommerluft kann deutlich mehr Feuchtigkeit speichern als die kühle Luft im Keller. Trifft sie auf kalte Kellerwände, kühlt sie sich ab und die Feuchtigkeit kann kondensieren. So wie eine kalte Flasche aus dem Kühlschrank, die sofort beschlägt. Passiert das regelmäßig, können feuchte Stellen, muffige Gerüche und im ungünstigen Fall Schimmel entstehen. Und gerade in einer Woche wie dieser, in der wir tagsüber kaum über 18 Grad kommen, nachts noch tiefer fallen und ab Ende nächster Woche plötzlich über 30 Grad erwartet werden, ist genau das ein echtes Thema. Solche Sprünge sind für Häuser keine Kleinigkeit. Wer im Sommer lüften möchte, tut das besser morgens früh oder nachts, wenn die Außenluft noch kühler ist.

Ein muffiger Geruch allein ist übrigens noch kein Beweis für einen echten Feuchtigkeitsschaden. Er kann aber ein Hinweis sein, genauer hinzuschauen. Manchmal ist es schlicht das falsche Lüften. Gut zu wissen, bevor man in Panik gerät.

Starkregen und was er mit älteren Häusern macht

Was wir gerade in Bergisch Gladbach erleben, ist kein Einzelfall und kein Pech. Wochenlang kaum Regen, dann Gewitter, die innerhalb kurzer Zeit enorme Wassermengen mitbringen. Die Stadt hat dafür sogar eigene Starkregengefahrenkarten erstellt, weil das Risiko hier sehr real ist und je nach Lage stark unterschiedlich ausfällt.

Gerade ältere Häuser kommen dabei manchmal an ihre Grenzen. Ich merke das gerade bei vielen Besichtigungen hier in Bergisch Gladbach: In unserer Stadt findet gerade ein echter Generationswechsel statt. Sehr viele Häuser aus den Sechzigerjahren wechseln aktuell den Besitzer, und das ist spürbar. Tolle Substanz oft, gewachsene Lagen, schöne Grundrisse. Viele dieser Häuser wurden nach den damals üblichen Standards gebaut und haben Jahrzehnte gut funktioniert. Nur: Die Häufigkeit und Intensität von Starkregenereignissen hat sich seitdem verändert, und manche Abdichtungen, Lichtschächte und Kellerabgänge stoßen heute an Grenzen, die bei der ursprünglichen Planung schlicht kein Thema waren. Das Wasser sucht sich seinen Weg, und findet ihn meistens auch. Das Tückische: Die eigentlichen Folgen zeigen sich oft erst Wochen oder Monate später. Nach einem starken Gewitter lohnt es sich, einmal in Ruhe ums Haus zu gehen und hinzuschauen. Nicht aus Angst, sondern aus dem gesunden Menschenverstand, den Hauseigentümer nun mal brauchen.

Der Sommer ist die beste Zeit für einen kleinen Haus-Check

Auch wenn er sich gerade nicht so anfühlt: Der Sommer ist eigentlich die beste Gelegenheit, dem eigenen Haus ein bisschen Aufmerksamkeit zu schenken. Wie sieht die Fassade aus? Gibt es neue Verfärbungen? Funktionieren Dachrinnen und Abläufe? Gibt es Stellen, die letztes Jahr noch anders aussahen?

Oft reichen zehn Minuten. Und manchmal verhindert genau dieser kurze Rundgang, dass aus einer Kleinigkeit später ein größeres Problem wird. Das ist kein Hexenwerk. Das ist einfach hinschauen.

Mein Fazit

Häuser schweigen nicht. Sie zeigen, was los ist. Man muss nur ab und zu hinschauen, und das am besten bevor René hinschauen muss. Wobei: Er tut es wirklich gerne. Und er weiß, was er sucht.

Also: Riss entdeckt? Keller riecht komisch? Irgendwas sieht nach dem letzten Starkregen anders aus als vorher? Kein Grund zur Panik, aber vielleicht ein guter Grund für ein kurzes Gespräch. Wir bei RS Echtwert helfen dabei, solche Auffälligkeiten fachlich einzuordnen und die nächsten sinnvollen Schritte zu klären. Ohne Drama, und ohne dass gleich eine Rechnung mit sechs Stellen im Raum steht.

Manchmal ist es nichts. Manchmal ist es gut, dass man früh hingeschaut hat. Beides ist ein gutes Ergebnis.

☕ Nächsten Monat geht es weiter. Mit einem Kaffee, einem klaren Blick und einem Thema mitten aus dem Immobilienalltag.

Tanja Polly

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine rechtliche, technische oder fachgutachterliche Beratung dar. Für eine verbindliche Einschätzung eines konkreten Schadens sollte immer eine fachkundige Prüfung vor Ort erfolgen.

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