RS Immobilieninvest GmbH in Bergisch Gladbach

Wenn nach dem Gewitter der Versicherungsordner plötzlich wichtig wird

Wenn der Regen vorbei ist, beginnen oft erst die eigentlichen Fragen. Denn Starkregen ist nicht nur ein Wetterthema, sondern manchmal auch ein Versicherungs- und Immobilienthema.

Warum Starkregen viele Eigentümer an eine Frage erinnert: Bin ich wirklich richtig abgesichert?

Es gibt Geräusche, bei denen man automatisch kurz still wird. Dieses tiefe Grollen am Abend. Regen, der nicht einfach fällt, sondern gegen die Scheiben peitscht. Ein Windstoß, bei dem man innerlich noch einmal durchgeht, ob draußen alles gesichert ist. Gartenmöbel, Sonnenschirm, Markise, Kellerfenster. Und dann dieser Gedanke, den viele hier in Bergisch Gladbach und Umgebung in den letzten Tagen wahrscheinlich hatten: Hoffentlich bleibt alles trocken.

Der 19. Juni war so ein Abend. Einer, an dem es nicht nur ein bisschen geregnet hat. Es ging ordentlich zur Sache. Nicht überall gleich stark, aber deutlich genug, dass man aufmerksam wurde. Wer in Refrath, Bensberg, Schildgen, Rösrath, Overath oder irgendwo dazwischen wohnt, kennt dieses Gefühl: Man hört es draußen arbeiten und schaut plötzlich anders auf das eigene Zuhause.

Und dann war da noch die Nacht auf den 21. Juni. Wieder Donner. Wieder schwere Luft. Wieder dieser kurze Moment, in dem man gedanklich Keller, Dach und Garten durchgeht, obwohl man eigentlich längst schlafen wollte.

Für manche blieb es beim Kontrollgang am nächsten Morgen. Fenster okay, Keller trocken, einmal durchatmen. Für andere begann da erst der eigentliche Stress. Wasser im Keller. Feuchtigkeit im Hauswirtschaftsraum. Ein nasser Teppich im Souterrain. Ein Ast auf dem Carport. Oder ein dunkler Fleck an der Wand, bei dem man nicht sicher ist, ob er gestern schon da war.

Und ziemlich schnell kommt dann diese Frage, die viele erst stellen, wenn es ernst wird: Bin ich dafür überhaupt richtig versichert?

Die Versicherung liegt oft ruhig im Ordner. Bis sie gebraucht wird.

Solange nichts passiert, ist Versicherung ein Thema, das man gern verdrängt. Man weiß ungefähr: Da gibt es eine Wohngebäudeversicherung. Vielleicht auch eine Hausratversicherung. Irgendwo steht etwas von Sturm, Hagel oder Leitungswasser. Der Beitrag wird abgebucht, die Unterlagen liegen im Ordner oder im digitalen Kundenportal, und im Alltag denkt man nicht weiter darüber nach.

Völlig normal. Es gibt angenehmere Dinge, als sich freiwillig durch Versicherungsbedingungen zu lesen. Selbst eine alte Bedienungsanleitung für den Rasenmäher hat an manchen Stellen mehr Unterhaltungswert.

Nach Starkregen sieht die Sache anders aus. Dann wird aus einem Vertrag plötzlich eine sehr konkrete Frage: Was zahlt die Versicherung eigentlich? Und noch wichtiger: Was zahlt sie nicht?

Wichtig ist dabei: Der Versicherungsschutz ergibt sich immer aus dem konkreten Vertrag, den vereinbarten Gefahren und den jeweiligen Bedingungen. Es reicht also nicht, nur den Namen der Police zu kennen. Entscheidend ist, was tatsächlich eingeschlossen wurde.

Eine Wohngebäudeversicherung schützt typischerweise das Gebäude selbst, also etwa Dach, Wände, fest verbaute Bestandteile, Leitungen oder Heizungsanlagen. Häufig vereinbarte Gefahren sind Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Bei älteren oder sehr günstigen Tarifen sollte man besonders genau prüfen, welche Klauseln tatsächlich gelten.

Starkregen, Überschwemmung und Rückstau sind in klassischen Verträgen häufig nicht automatisch mitversichert. Dafür braucht es in der Regel den Elementarschutz, sofern dieser im Vertrag eingeschlossen wurde. Entscheidend ist dabei nicht nur, dass Wasser im Spiel war, sondern auf welchem Weg es ins Gebäude gelangt ist und welche Gefahr versicherungsrechtlich vorliegt.

Und genau da wird es manchmal unangenehm. Nicht, weil das Kleingedruckte plötzlich kompliziert wird, sondern weil die Situation es ist.

Wohngebäude, Hausrat, Elementar: Was ist was?

Viele Begriffe klingen ähnlich, meinen aber unterschiedliche Dinge. Die Wohngebäudeversicherung betrifft das Gebäude selbst: Wände, Dach, fest verlegte Böden, Leitungen, Heizungsanlage, Sanitäranlagen und andere fest verbundene Bestandteile.

Die Hausratversicherung betrifft dagegen die beweglichen Dinge im Haus: Möbel, Kleidung, Elektrogeräte, Vorräte, Werkzeuge oder gelagerte Gegenstände. Also vieles von dem, was in Kellern gern in Kisten steht und erst dann wieder Aufmerksamkeit bekommt, wenn es nass geworden ist.

Wenn nach Starkregen ein Keller vollläuft, kann also beides betroffen sein: das Gebäude selbst und der Hausrat. Entscheidend ist aber nicht nur, was beschädigt wurde, sondern auch wodurch der Schaden entstanden ist.

Kam das Wasser aus einer defekten Leitung, geht es meist um Leitungswasser. Drückte Wasser aus der Kanalisation zurück, ist Rückstau das Thema. Drang Wasser durch Starkregen von außen ins Haus ein oder stand Wasser auf dem Grundstück und lief in das Gebäude, kann der Elementarschutz entscheidend sein. Regenwasser, das durch ein bereits schadhaftes oder undichtes Bauteil eindringt, ist dagegen nicht automatisch versichert.

Kurz gesagt: Es reicht nicht, irgendetwas mit Wasserschaden versichert zu haben. Man muss wissen, welche Ursache vorliegt und welche Gefahr der Vertrag tatsächlich abdeckt.

Rückstau ist oft der Knackpunkt

Rückstau klingt technisch. Ein bisschen nach Keller, Rohr und unangenehmen Bildern, die man lieber nicht im Kopf haben möchte. Für Eigentümer ist das Thema aber sehr relevant.

Bei Starkregen kann die Kanalisation überlastet sein. Dann kann Wasser über Abflüsse oder Sanitärobjekte in tiefer liegende Bereiche wie Keller oder Souterrain gedrückt werden. Und genau dann zeigt sich, ob Vertrag und Technik zusammenpassen.

In vielen Tarifen ist eine funktionierende Rückstausicherung eine wichtige Voraussetzung für den Versicherungsschutz. Je nach Vertrag können auch Wartung, richtige Nutzung und technische Vorgaben eine Rolle spielen. Das ist kein Detail, das man erst im Schadenfall verstehen möchte.

Wer hier unsicher ist, sollte nicht erst reagieren, wenn der Keller schon nass ist. Denn ob ein Rückstauschaden versichert ist, hängt oft genauso von der technischen Absicherung wie vom Vertrag selbst ab.

Und mal ehrlich: Rückstau gehört zu den Themen, die man lieber bei einem Kaffee klärt als morgens barfuß im Keller. Da ist der Humor dann nämlich meistens schon mit dem ersten Eimer Wasser verschwunden.

Was Eigentümer jetzt prüfen sollten

Nach solchen Unwettern muss man nicht sofort das ganze Haus auf links drehen. Aber ein ruhiger Blick in die Unterlagen lohnt sich.

Ist Elementarschutz in der Wohngebäudeversicherung enthalten? Gilt er auch bei Starkregen, Überschwemmung und Rückstau? Ist Rückstau ausdrücklich mitversichert? Gibt es Vorgaben zur Rückstausicherung? Ist auch der Hausrat gegen Elementargefahren abgesichert?

Ebenso wichtig ist die Frage, ob die Versicherungssumme noch zum heutigen Wert der Immobilie passt. Wurden Umbauten, Modernisierungen oder Nutzungsänderungen gemeldet? Eine zu niedrige Versicherungssumme oder nicht gemeldete Veränderungen können im Schadenfall zu Problemen führen. Gerade bei älteren Verträgen oder nach Sanierungen lohnt sich deshalb ein genauer Blick.

Das ist kein Papierkram aus Langeweile. Das ist Immobilienvorsorge.

Denn Versicherungsschutz sollte regelmäßig auf Deckungsumfang, Versicherungssumme und Obliegenheiten geprüft werden. Obliegenheiten sind vereinfacht gesagt bestimmte Pflichten, die Versicherte einhalten müssen. Dazu können zum Beispiel Wartung, Sicherungen, Schutzmaßnahmen oder Verhaltensregeln im Schadenfall gehören.

Klingt trocken. Ist aber im Ernstfall ziemlich wichtig. Und spätestens dann liest man solche Begriffe mit ganz anderer Aufmerksamkeit.

Wenn schon etwas passiert ist

Falls Wasser eingedrungen ist oder etwas beschädigt wurde, hilft vor allem ein ruhiges und sauberes Vorgehen. Zuerst sollte die Sicherheit geprüft werden. Überflutete Keller, Bereiche mit möglicher Stromgefahr oder sichtbar beschädigte Bauteile sollte man nicht leichtfertig betreten.

Danach gilt: den Schaden so gut wie möglich begrenzen, ohne sich selbst zu gefährden. Wenn also Wasser entfernt, ein Fenster provisorisch gesichert oder weiterer Schaden verhindert werden kann, ist das sinnvoll. Aber bitte nur dann, wenn es gefahrlos möglich ist.

Ebenso wichtig ist die Dokumentation. Fotos und Videos helfen später bei der Schadenregulierung. Halten Sie fest, welche Räume betroffen sind, wie hoch das Wasser stand, wo es eingedrungen ist und welche Gegenstände beschädigt wurden. Auch Detailaufnahmen können hilfreich sein, gerade wenn später nachvollzogen werden muss, was genau passiert ist.

Anschließend sollte der Schaden unverzüglich der Versicherung gemeldet werden. Größere Reparaturen oder das Entsorgen beschädigter Sachen sollte man möglichst erst nach Rücksprache mit dem Versicherer vornehmen oder nachdem der Schaden aufgenommen wurde. Maßnahmen zur Schadenminderung sind natürlich sofort sinnvoll, aber eben nur, wenn dabei keine eigene Gefahr entsteht.

Sinnvoll ist außerdem, Rechnungen, Belege und mögliche Kostenvoranschläge geordnet aufzubewahren. Und falls ausnahmsweise eine Polizei oder Behördenmeldung nötig ist, etwa bei Vandalismus, Einbruch oder wenn Dritte beteiligt sind, sollte auch das zeitnah erfolgen.

Denn im Schadenfall zählt nicht nur, dass etwas passiert ist. Es zählt auch, wie gut es später nachvollziehbar bleibt.

Trocken aussehen heißt nicht automatisch trocken sein

Nach einem Unwetter möchte man verständlicherweise schnell wieder Ordnung haben. Keller leer, Boden trocken, Geruch weg. Das kann man gut verstehen. Niemand möchte tagelang zwischen nassen Kartons und feuchten Wänden stehen.

Trotzdem sollte man bei Feuchtigkeit nicht zu schnell davon ausgehen, dass nach ein paar Tagen Lüften alles erledigt ist. Feuchtigkeit kann unter Bodenbelägen sitzen, hinter Sockelleisten, im Estrich oder in Dämmungen. Was am ersten Tag harmlos wirkt, kann später zu Geruch, Schimmel oder Folgeschäden führen.

Genau deshalb geht es nach einem Unwetter nicht nur darum, schnell wieder aufzuräumen. Es geht darum, nichts Wichtiges zu übersehen.

Und manchmal ist genau hier ein fachlicher Blick sinnvoll. Nicht, um aus jedem Fleck ein Drama zu machen. Sondern um zu klären, ob wirklich alles abtrocknet oder ob weitere Maßnahmen nötig sind.

Warum der Vertrag zur Immobilie passen muss

Eine Immobilie ist kein statisches Objekt. Ein Dach wird erneuert, eine Heizung getauscht, ein Keller anders genutzt, ein Anbau ergänzt, eine Einliegerwohnung geschaffen, eine Photovoltaikanlage installiert oder ein Haus teilweise vermietet.

Solche Veränderungen können Einfluss darauf haben, ob der Versicherungsschutz noch passt. Nicht, weil Eigentümer nachlässig wären, sondern weil im Alltag oft andere Dinge wichtiger sind. Man kümmert sich um Arbeit, Familie, Garten, Handwerker, Termine, Leben. Der Versicherungsordner ruft ja nicht aus dem Regal: „Hallo, ich müsste mal aktualisiert werden.“

Wäre praktisch. Tut er aber nicht.

Deshalb sollte man den Vertrag regelmäßig prüfen. Nicht nur auf die Frage, ob überhaupt Versicherungsschutz besteht, sondern ob Umfang, Summe und Pflichten noch zur Immobilie und zur Nutzung passen.

Gerade bei alten Verträgen lohnt sich ein genauer Blick. Häuser verändern sich. Versicherungen bleiben ohne Prüfung oft einfach auf dem Stand von irgendwann.

Der fachliche Blick von außen

René Schulte ist unabhängiger Versicherungsmakler und schaut bei RS Financial auf genau solche Fragen. Nicht mit Panikmache, nicht mit Verkaufsdruck, sondern mit dem Blick darauf, was im Vertrag steht und was Eigentümer im Ernstfall wirklich brauchen.

Passt der Schutz zur Immobilie? Gibt es Lücken? Sind wichtige Risiken eingeschlossen? Sind Bedingungen zu beachten? Und ist der Vertrag noch zeitgemäß?

Das sind keine Fragen, die man dramatisieren muss. Aber man sollte sie kennen. Denn wer weiß, worauf er sich verlassen kann, bleibt im Ernstfall ruhiger.

Und Ruhe ist nach einem Schaden manchmal fast genauso wertvoll wie der richtige Ansprechpartner.

Und wenn aus Versicherung ein Gebäudethema wird

Manchmal bleibt es nicht bei der Versicherungsfrage. Wenn Feuchtigkeit im Gebäude ist, ein Schaden unklar bleibt oder die Ursache nicht eindeutig ist, braucht es einen fachlichen Blick auf die Immobilie. Dann geht es darum, ob ein Bauteil betroffen ist, ob getrocknet werden muss oder ob Folgeschäden drohen.

Und wenn eine Immobilie später verkauft, bewertet oder finanziert werden soll, können dokumentierte Schäden ebenfalls eine Rolle spielen. Genau deshalb denken wir diese Themen bei RS Immobilieninvest, RS Echtwert und RS Financial nicht getrennt voneinander.

Im Mittelpunkt steht nicht eine einzelne Leistung, sondern die Frage, was Eigentümer in der jeweiligen Situation brauchen. Manchmal ist es der Blick in den Versicherungsvertrag. Manchmal die Einschätzung eines Schadens. Und manchmal die Einordnung, was das Ganze langfristig für die Immobilie bedeutet.

Wichtig ist, dass man nicht allein sortieren muss.

Fazit

Die letzten Tage haben wieder gezeigt, wie schnell Wetter sehr konkret werden kann. Für manche war es nur ein lauter Abend mit Donner und Regen. Für andere ist daraus ein echtes Problem geworden.

Und während man noch überlegt, ob der Keller wirklich trocken ist, zeigt das Thermometer schon wieder Temperaturen um die 36 oder 37 Grad. Man weiß also gerade nicht so genau, ob man lieber die Gummistiefel oder den Sonnenschirm griffbereit halten soll. Der bergische Sommer ist offenbar in Experimentierlaune.

Umso sinnvoller ist es, jetzt ruhig hinzuschauen. Nicht dramatisch. Nicht panisch. Sondern vernünftig.

Prüfen Sie Ihre Versicherungsunterlagen. Schauen Sie aufmerksam auf Ihre Immobilie. Dokumentieren Sie Schäden sauber. Und holen Sie sich Unterstützung, wenn Sie unsicher sind.

Denn Starkregen ist nicht nur ein Wetterthema. Er ist auch ein Versicherungsthema. Und manchmal ein Immobilienthema gleich mit.

Wenn Sie möchten, schauen wir gemeinsam darauf. Auf Ihre Absicherung, Ihre Immobilie und die Frage, welche nächsten Schritte sinnvoll sein können.

☕ In ein paar Wochen geht’s weiter. Mit einem Käffchen und einem Thema mitten aus dem Immobilienleben. Bei den aktuellen Temperaturen vielleicht eher als Eiskaffee. Man muss ja flexibel bleiben. 😉

Ihre Tanja Polly

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Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine rechtliche, bautechnische oder versicherungsrechtliche Beratung. Die Inhalte basieren auf unseren praktischen Erfahrungen aus Immobilienvermittlung, Schadenaufnahme, Bewertung und Versicherungsbegleitung in Bergisch Gladbach und dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an die jeweils zuständige fachliche Stelle, zum Beispiel an einen Rechtsanwalt, Sachverständigen, Versicherer oder zugelassenen Versicherungsmakler.

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